Waldau-Damen bleiben erstklassig, Klassenerhalt am seidenen Faden

10.02.2014 um 17:04

Die Damen des TEC Waldau Stuttgart spielen nach einer dramatischen und sehr emotionalen Saison auch im kommenden Jahr in der ersten Bundesliga und konnten sich wie schon im Vorjahr im letzten Heimspiel über ein Happy End auf der Waldau freuen.

Der Reihe nach. Den Verantwortlichen auf der Waldau war immer klar, dass das Auftaktspiel in Essen für den gesamten Saisonverlauf richtungsweisend sein wird. Daher reiste der Stuttgarter Traditionsclub auch in Bestbesetzung an den Baldeneysee und wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen. Waldau-Neuzugang Antonia Lottner, spätere Finalistin beim French Open Jugendturnier in Paris, gab mit ihrem 7:5 6:4 über Elena Bogdan ein erfolgreiches Debut für ihren neuen Club.
Leider gelang dies Annika Beck nicht, die ihr erstes Einzel für die Waldau knapp mit 7:10 im Match Tie Break gegen Andreea Mitu verlor. Mit Kirsten Flipkens, inzwischen Nummer 20 der Weltrangliste, verlor eine weitere Schlüsselspielerin der Waldau ihr Match gegen Maria Koehler mit 6:10 im Match Tie Break, so dass am Ende die Einzelsiege von Lottner, Johanna Larsson und Yvonne Meusburger nicht zum Gesamtsieg in Essen reichten.



Nach dieser unglücklichen 4:5 Niederlage war klar, dass der TEC Waldau bei der Ausgeglichenheit aller Mannschaften vor einer sehr schweren Saison stehen würde.
Es folgten trotz guter Mannschaftsleistung die Heimniederlagen gegen den späteren deutschen Meister WattExtra Bocholt (3:6) und Vizemeister Ratingen (4:5). Mit etwas Glück wäre in diesen beiden Heimspielen sogar mehr drin gewesen. Annika Beck gelang im Spiel gegen Bocholt mit 2:6 7:6 10:8 im Spitzeneinzel gegen Kiki Bertens der erste Sieg für die Waldau. Nach einem erneuten Sieg von Yvonne Meusburger (6:4 6:1 gegen Renata Voracova) war insbesondere Antonia Lottner beim 5:7 6:7 gegen Chayenne Ewijk nahe dran am wichtigen dritten Einzelpunkt, vergab sie doch im zweiten Satz 5 Satzbälle.
Noch etwas enger war es eine Woche später vor fast 500 Zuschauern gegen Ratingen, wo nach Siegen von Johanna Larsson (6:2 6:3 gegen Mandy Minella) und Yvonne Meusburger (6:2 6:4 gegen Tatjana Maria) Annika Beck die Chance auf den wichtigen dritten Einzelpunkt mit einem 6:3 2:6 6:10 gegen Stefanie Vögele denkbar knapp vergab.
Die Zuschauer auf der Waldau wurden also auch in diesem verlorenen Heimspiel keinesfalls enttäuscht, obwohl das Waldau-Team nach der ersten Saisonhälfte sieglos am Tabellenende und somit vor der Reise in die Hauptstadt mit dem Rücken zur Wand stand.
Vor diesem Spiel in Berlin hatte Mannschaftsführer Thomas Bürkle echte Aufstellungssorgen.
Yvonne Meusburger, eine wichtige Größe im Waldau-Team, stand im Finale beim Turnier in Grado. Annika Beck klagte nach den kühlen Witterungsbedingungen bei den French Open über Rückenprobleme und Antonia Lottner stand in der zweiten Saisonhälfte wegen des Jugendturniers in Paris nicht mehr zur Verfügung, was bereits vor Saisonbeginn feststand.
Sehr erfreulich ist daher die Tatsache, dass Kirsten Flipkens sich unmittelbar nach ihrem Ausscheiden in Paris in den Flieger nach Berlin setzte und so ihre jahrelange Verbundenheit zum TEC Waldau in dieser wichtigen Situation eindrucksvoll dokumentierte. Dass dieser Flieger dann auch noch Verspätung hatte und Kirsten Flipkens gerade einmal fünf Minuten vor Abgabe der Mannschaftsaufstellung auf der wunderschönen Anlage bei BW Berlin eintraf, passt in die Dramaturgie dieses verregneten Spieltages, wo der TEC Waldau mit einem knappen 5:4 Sieg den ersten Schritt zum Klassenerhalt machte.
Nach Siegen von Kirsten Flipkens (6:3 3:6 10:5 über Sofia Arvidsson) und Johanna Larsson (6:3 6:3 gegen Yulia Beygelzimer) folgten Niederlagen von Lina Stanciute, die beim 6:3 5:7 6:10 gegen Elitsa Kostova einen Matchball nicht verwerten konnte, Eva Hrdinova (4:6 4:6 gegen Kristina Kucova) und Laura Schaeder (4:6 6:7 gegen Syna Schreiber), so dass es vor dem letzten Einzel 3:2 für die Berliner Gastgeber stand.
Sehr erfreulich war dann der erste Bundesliga-Sieg von Verena Schmid, die ihr Match gegen Anna Klasen mit 7:6 7:6 gewann und somit für den wichtigen 3:3 Zwischenstand sorgte.
Kirsten Flipkens und Johanna Larsson besiegten dann im Spitzendoppel Kucova / Anna Klasen mit 6:0 6:4, während Lina Stanciute und Laura Schaeder ihr Match gegen Beygelzimer / Schreiber mit 5:7 2:6 verloren.
Somit stand es 4:4, ehe in der Berliner Abenddämmerung Eva Hrdinova und Tanja Ostertag um kurz nach 21.00 Uhr mit einem 6:2 4:6 10:7 gegen Elitsa Kostova und Charlotte Klasen für den erlösenden fünften Punkt und den wichtigen ersten Saisonsieg sorgten.
Eigentlich kaum zu glauben, dass diese Spannung und Dramatik nur fünf Tage später auf der Waldau vor wiederum sehr vielen Zuschauern noch einmal getoppt werden konnte.
Mit einem hart erkämpften 5:4 Heimsieg über den BASF TC Ludwigshafen, der auf der Waldau in absoluter Bestbesetzung antrat, sicherten sich die Damen des TEC Waldau Stuttgart am vorletzten Spieltag der Bundesliga aus eigener Kraft den Klassenerhalt. Nach Siegen von Kirsten Flipkens (6:3 6:3 gegen Eva Birnerova), Yvonne Meusburger (6:0 6:0 gegen Raluca Olaru) und Lina Stanciute (6:3 6:4 gegen Laura Thorpe) sowie Niederlagen von Johanna Larsson, Verena Schmid und Laura Schaeder stand es nach den Einzeln 3:3. Besonders hervorzuheben sind hierbei der erste Saisonsieg von Lina Stanciute und die erneut souveräne Vorstellung von Waldau-Bank Yvonne Meusburger, die am Vormittag bereits etwas Grippegeschwächt vom Turnier in Marseille in Stuttgart eintraf.
In den wichtigen Doppeln brachten Yvonne Meusburger und Eva Hrdinova die Waldau mit einem deutlichen 6:2 6:0 über Eva Birnerova und Christina Shakovets mit 4:3 in Führung. Lina Stanciute und Laura Schaeder verloren mit 6:7 1:6 gegen Olaru / Thorpe, so dass das Spitzendoppel auf dem Center Court beim erneuten Zwischenstand von 4:4 die Entscheidung in diesem Tenniskrimi bringen musste.
Kirsten Flipkens und Johanna Larsson mussten gegen Tereza Mrdeza und Fiona Gervais beim 6:3 6:7 13:11 gar zwei Matchbälle der Ludwigshafener Damen abwehren, ehe der wichtigste Schritt zum Klassenerhalt des TEC Waldau gemacht werden konnte. Unter dem Jubel der 300 Zuschauer verwandelte die im entscheidenden Moment hervorragend spielende Belgierin Kirsten Flipkens den Matchball nach einer Gesamtspielzeit von über 7 Stunden.
Dieses Bundesligaspiel stand auch unter dem Eindruck der Schweigeminute für das langjährige Clubmitglied Karl-Heinz Weinbrenner, der ein großer Gönner der Damenmannschaft des TEC war. Das Waldau-Team trat in Gedenken an Herrn Weinbrenner in Trauerflor an.
Zwei Tage später stand das Auswärtsspiel in Moers leider unter keinem guten Stern.
Yvonne Meusburger war nun derartig Grippegeschwächt, so dass sie ihr Einzel gegen Patricia Mayr-Achleitner ebenso wenig beenden konnte, wie wenig später Kirsten Flipkens, die sich nach mit 6:3 gewonnenem ersten Satz gegen Laura Pous Tio eine Knieverletzung zuzog.
Die Waldau-Verantwortlichen wollten eigentlich die Saison mit einem Sieg und als Tabellenvierter beenden, was nach den Ausfällen an den vorderen Positionen dann allerdings nicht mehr möglich war. Lina Stanciute (7:6 2:6 11:9 gegen Michaela Honcova) und Eva Hrdinova (6:2 7:6 gegen Stanislava Hrozenska) sorgten für die 2 Einzelpunkte des TEC, während die Youngster Verena Schmid und Laura Schaeder ihre Einzel verloren. Da leider auch kein Doppel mehr gewonnen werden konnte, beendeten die Waldau-Damen nach der 2:7 Niederlage in Moers die Saison etwas unter Wert als Tabellenfünfter und haben somit ihr eigentliches Saisonziel nicht ganz erreicht.
Wichtig ist jedoch die Tatsache, dass der TEC Waldau Stuttgart nach einer sehr schweren und spannenden Saison mit einigen Verletzungssorgen auch im Jahr 2014 in der ersten Bundesliga spielen wird.
Kirsten Flipkens spielte in ihrem 9. Waldau-Jahr vier Spiele für ihren langjährigen Club und war somit ebenso wie Yvonne Meusburger, die vier wichtige Einzel gewann, eine entscheidende Führungsspielerin in dieser Saison, in der mit Flipkens, Annika Beck, Johanna Larsson, Meusburger, Lina Stanciute, Antonia Lottner, Eva Hrdinova, Verena Schmid, Laura Schaeder und Tanja Ostertag insgesamt 10 Spielerinnen zum Einsatz kamen. Betreut wurde das Team von den Coaches Martina Müller-Skibbe, Jasmin Wöhr und Danijel Krajnovic sowie von Physio Catrin Müller und Mannschaftsführer Thomas Bürkle. Sehr sympathisch ist die Tatsache, dass mit Martina Müller-Skibbe, Jasmin Wöhr und Catrin Müller gleich drei langjährige Bundesliga-Spielerinnen des TEC Waldau Stuttgart im Betreuungsbereich tätig sind.
Dr. Harry Brambach, der Erste Vorsitzende des TEC, bilanzierte wie folgt: „Wir hätten sicherlich nicht gedacht, mit dieser Mannschaft gegen den Abstieg zu spielen. Diese Tatsache spricht jedoch für die Ausgeglichenheit und Qualität der gesamten Bundesliga. Wir danken unseren Sponsoren sowie den treuen Zuschauern und freuen uns jetzt schon auf die neue Saison." Mannschaftsführer Thomas Bürkle ergänzte: „Wir werden auch weiterhin an unserem Konzept mit jungen deutschen und erfahrenen ausländischen Spielerinnen festhalten, hoffen jedoch im kommenden Jahr schon auf eine etwas entspanntere Saison." (Thomas Bürkle)


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