Kann Essen Bocholt ärgern?

10.02.2014 um 17:04

(von Horst Andresen)  „Bocholt, wir kommen!", posteten Spielerinnen von ETuF Essen schon mal in Facebook. Der kecke vorjährige Aufsteiger der Tennis-Bundesliga gibt am Sonntag im dritten Heimspiel des TC BW WattExtra im Bocholter Stadtwald seine Visitenkarte ab (11 Uhr) – und dies keinesfalls kleinlaut.
Essen fügte Bocholt vor zwei Jahren im Winter eine von zwei Niederrhein-Niederlagen seit 1998 bei. „Das wird ein tolles Westderby. Aber wir sind gewappnet und wollen auch im fünften Spiel keine Punkte abgeben und als Tabellenführer zum absoluten Topmatch nächste Woche nach Ratingen fahren", sagt Bocholts Meister-Coach Hartmut Bielefeld.


Der „Platzhirsch" brüllt aus voller Kehle. Zu dominant waren bisher die Vorstellungen des TC BW WattExtra in dieser Saison. Überhaupt ist er zwei Jahre lang in der Bundesliga ungeschlagen. „Und das soll so bleiben, über die Saison hinaus", sagt Bielefeld. Das hieße: Bocholt würde nach 2012 zum zweitenmal in Folge und insgesamt dritten Mal (mit 2001) deutscher Titelträger.
Nach dem Ausscheiden bei den French Open in Paris werden sicherlich Kiki Bertens und Alexandra Cadantu das Team verstärken. Beide haben in dieser Saison enorme Fortschritte gemacht. Auch scheint ein Einsatz der Österreicherin Tamira Paszek nicht ausgeschlossen. Chayenne Ewijk, Amanda Hopmans, die aufstrebende 18-jährige Anna-Lena Levers und Nicole Thyssen gehören am Sonntag auf der wunderschönen Blau-Weiß-Anlage im Stadtwald eh zum Meisterteam. Vielleicht aber auch noch einige der Spitzenspielerinnen, die unerwartet in Paris in Runde eins ausschieden – mit Ausnahme von der mit Heimvorteil spielenden Alizé Cornet.


Bocholt rauscht zurzeit im ICE-Tempo durch die Bundesliga. Siege in Ludwigshafen (9:0), Stuttgart (6:3), zu Hause gegen Berlin (6:3) und Moers (8:1) führen zu einer makellosen 8:0-Punktebilanz nach vier Spieltagen. Gegen Essen soll es den fünften Sieg in Folge geben. Schon jetzt scheint klar, dass es am letzten Spieltag – am Sonntag, 9. Juni, 11 Uhr – in Ratingen beim vorjährigen Vizemeister erneut zu einem echten Endspiel kommen wird. „Und nach Ratingen wollen wir natürlich als Tabellenführer hinfahren. Es war schon vor der Saison unser Wunsch, dass es in Ratingen wieder zu diesem echten Finale kommen würde. Und danach sieht es auch aus", freut sich Bielefeld auf die zwei noch anstehenden Aufgaben – und dem „Endspiel" in Ratingen. Der Vorjahresaufsteiger gewann bisher ebenfalls alle seine Spiele, war einmal spielfrei und steht mit sechs Punkten hinter Bocholt auf Rang zwei der Tabelle.
„Erst einmal müssen wir aber noch Essen schlagen. Jedes Spiel muss erst gespielt werden", sagt Bielefeld im Vorfeld. Die Essenerinnen haben sich erneut gut verstärkt und starteten mit einem 5:4-Sieg gegen den stärker eingeschätzten TEC Waldau Stuttgart, der mittlerweile sieglos Tabellenschlusslicht ist. Doch anschließend verlor Essen beim Rückkehrer TC Blau-Weiß Berlin knapp und unglücklich 4:5, in Ratingen 0:9 und daheim am Baldeneysee gegen den Neuling TC Ludwigshafen überraschend 4:5. Bielefeld: „Essen muss unbedingt punkten, um aus den Abstiegsregionen herauszukommen." Die zwei 4:5-Niederlagen waren nicht einkalkuliert und der Bocholter Gast durchaus auf Rang drei in dieser Saison eingeschätzt worden. Doch daraus wird nichts. An eins und zwei bietet der Gast die Portugiesin Maria Koehler (Weltranglisten-105.) und die Kasachin Ksenia Pervak (108.) auf. An Position sechs spielte die frühere Bocholter Imke Küsgen, die alle ihre Matches gewann – auch sie freut sich auf ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Klub.


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